Ich bin sieben Jahre alt und gehe in die erste Klasse.
Mama sagt, ich bin eine Quasselbacke. Und ein bisschen verrückt.
Ich stelle viele Fragen. Sehr viele. Manche findet Mama gut. Bei manchen sagt sie: „Juna … darüber muss ich kurz nachdenken."
Ich habe ein Einhorn. Es heißt Hikari. Und ein Schweinhorn habe ich auch. Und unseren Kater Loki. Aber der ist ein echtes Haustier.
Ich bastle gern. Ich tanze gern. Ich lache gern. Ich kann Türen knallen, die Treppe hochstampfen und wütend sein. Aber nur kurz.
Und diskutieren kann ich auch ziemlich gut. Mama meint, ich komme später noch in den Debattierclub.
Am liebsten bin ich mit meinen Freunden zusammen. Oder in Olbernhau. Oder bei meinen Omas und Opas.
Viele Geschichten hier beginnen mit mir. Mit einer Idee. Mit einer Frage. Oder einfach mit dem, was unser Alltag so bringt.
Sozialpädagogin. Systemische Therapeutin. Und Mutter von Juna.
Ich arbeite mit Menschen in Beziehungen. Aber vieles von dem, was mich prägt, kommt nicht aus Büchern. Es kommt aus Begegnungen. Aus dem Alltag mit Kindern und Erwachsenen. Juna ist ein Teil davon.
Viele der Geschichten hier beginnen mit ihr. Mit Fragen, die sie stellt. Mit Situationen, die wir gemeinsam erleben. Aus diesen Momenten entstehen die Kinderbücher. Und oft auch Gedanken über Beziehung, die über den Alltag hinausgehen.
Niemand macht alles richtig.
Und niemand geht diesen Weg schon zum zweiten Mal.
In jeder Beziehung gehen wir ihn zum ersten Mal gemeinsam.
Ich glaube, dass jeder Mensch gesehen werden möchte. Kinder genauso wie Erwachsene. Kinder brauchen keine perfekten Erwachsenen. Sie brauchen echte Beziehungen – in denen man sich versteht, in denen man sich auch mal missversteht, in denen man Fehler macht und wieder zueinander findet.
Genau darin liegt auch die Chance.
Viele Gedanken, die mich geprägt haben, finde ich bei Jean Liedloff, John Bowlby, Aletha Solter oder Daniel Siegel. Aber entscheidend ist für mich immer der Alltag. Das, was zwischen Menschen wirklich passiert.
„Ich bin keine Vertreterin dieser Autoren. Ich bin eine Übersetzerin."
Juna ist meine Tochter. Für sie ist das erste Buch entstanden. Und mit ihr ist vieles klarer geworden.
Geblieben sind die Alltagsgeschichten. Echte Momente. Mit Gedanken für Erwachsene, die weitergehen.
Hikari ist eigentlich Junas Einhorn. Und wird sehr ernst genommen.
Aber irgendwann ist Hikari auch zu etwas anderem geworden. Zu einer Haltung. Geprägt von Menschen wie Liedloff, Bowlby und Siegel – und vor allem vom Alltag.
Hikari bedeutet auf Japanisch „Licht". Nicht grell. Eher etwas, an dem man sich orientieren kann.
Vielleicht ist es genau das beides: Junas Einhorn. Und ein Licht, das nicht blendet.
Für Anfragen zu Workshops, Begleitung oder Kooperationen – schreib mir einfach.